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eParticipation: Wurzel des eGovernment

Bevor man den Begriff eParticipation definieren kann, muss man ihn in einen Gesamtzusammenhang setzen. Die elektronische Beteiligung lässt sich hierbei als Teil eines Baumes betrachten, an dessen Spitze der Begriff eGovernment thront.
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Ziel dieses Überbegriffes ist es, die staatlichen Abläufe für die Wirtschaft so effizient wie möglich zu gestalten und ausserdem den Kontakt zwischen der Bevölkerung und der Verwaltung zu erleichtern. In einem weiteren Schritt teilt sich diese eGovernment-Strategie (wie sie vom Bund in der Schweiz 2007 näher definiert wurde) in zwei Hauptbereiche.

Auf der einen Seite die eAdministration als Kern dieser Strategie: Deren Hauptanliegen ist die effiziente und bürgernahe Gestaltung der Verwaltungstätigkeit. Dies lässt sich am besten anhand von ein paar konkreten Beispielen beschreiben. Mit einer zentralen Plattform und der elektronischen Abwicklung wichtiger Prozesse lassen sich (vor allem kleine und mittlere) Unternehmen einfacher gründen. Für Privatpersonen wird das Leben nur schon dadurch erleichtert, dass verschiedene Formulare im Internet heruntergeladen werden können; so muss man für ein bestimmtes Geschäft nicht mehrmals zu den Ämtern gehen. Gleichzeitig sollen auch die Behörden vermehrt elektronisch und mit standardisierten Abläufen miteinander verkehren können, was im föderalen System der Schweiz eine echte Herausforderung darstellt.

Auf der anderen Seite die eDemokratie, welche in einem weiteren Sinne versucht, dass auch die politischen Rechte – und Pflichten – der Bürger sowie von politischen Institutionen wo immer möglich und sinnvoll durch den Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnologien wahrgenommen werden können.

Unterhalb dieses Begriffes ist die eParticipation anzusiedeln, welche eine Stärkung der Demokratie durch neue Formen der Informationsaufbereitung, Kommunikation und Interaktion anstrebt (Heise o.J.). Vereinfacht kann man sagen: „Internet + Beteiligung = E-Partizipation“ (vgl. Stiftung MITARBEIT 2007). Allerdings sind andere IKT-Instrumente wie z.B. SMS (bei eVoting) oder Fax in diesem Medienkanalmix ebenfalls zu beachten. Die Gründe für eParticipation sind vielfältig; sie beschränken sich nicht nur auf die Beteiligung der Bürger am Entscheidungsfindungsprozess, sondern beinhalten auch die transparente Darstellung der Gesetzgebungsaktivitäten von Exekutive und Legislative.

Die ePartcipation lässt sich in mehrere verschiedene Beteiligungsformen aufteilen, an Hand derer die Theorie in die Praxis umgesetzt wird. Im Folgenden eine visuelle Darstellung der jeweiligen Instrumente:
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